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MPCD ​

Das Multifunktions-Farbdisplay (MPCD) bietet derzeit zwei Seiten: SIT für die taktische Lageübersicht und AA für die Luft-Luft-Bewaffnung. Standardmäßig wird SIT angezeigt.

SIT führt Missionsinformationen, Datenlink-Meldungen und vom eigenen Radar erfasste Tracks zusammen. AA zeigt Außenlasten, die gewählte Waffenstation, Kanonenmunition und den Vorrat an Täuschkörpern.

Seitenübersicht ​

Klicken Sie auf einen Screenshot, um ihn in Originalauflösung zu öffnen. Die nummerierten Erläuterungen beziehen sich auf die Markierungen im jeweiligen Bild.

SIT-Anzeige und Symbole ​

SIT zeigt die taktische Lage aus der Draufsicht: Flugzeuge, Flugplan-Wegpunkte, Geofences und Entfernungsreferenzen.

SIT-Übersicht mit Markierungen 1–13
SIT-Übersicht. In diesem Beispiel folgt das Erfassungsfenster dem VSD-Cursor.

Nummerierte Symbole ​

1. Zulu-Zeit ​

Die Uhr oben links zeigt die Zulu-Zeit (UTC). 23:00:51Z bedeutet hier 23:00:51 Uhr Zulu.

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2. Kompass ​

Der Kompass liefert eine Peilungsreferenz rund um das eigene Flugzeug. An seinen Richtungsmarkierungen lässt sich die Zielpeilung ablesen.

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Die roten Symbole zeigen eine über den Datenlink gemeldete feindliche Formation. Ihre gestrichelten Umrisse kennzeichnen Datenlink-Informationen. Den Übergang von der Datenlink-Meldung zum korrelierten Radartrack zeigt SIT zusammen mit dem VSD verwenden.

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4. Ring für die halbe Anzeigereichweite ​

Der innere weiße Ring markiert die Hälfte der unter Punkt 7 angezeigten Reichweite. Bei 80 in dieser zentrierten Ansicht entspricht er 40 Seemeilen Abstand vom eigenen Flugzeug.

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5. Waffeninformationen ​

Die Anzeige unten links fasst Waffeninformationen zusammen. Die AA-Seite stellt die zugehörige Beladung nach Stationen dar.

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6. Geofence ​

Das gestrichelte Polygon ist ein Geofence, also ein in der Mission festgelegtes Gebiet. Seine Grenzen helfen, die taktische Lage den im Tac Editor konfigurierten Gebieten zuzuordnen.

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7. Anzeigereichweite ​

In dieser zentrierten Ansicht gibt 80 oben rechts die Entfernung vom eigenen Flugzeug bis zum oberen Rand des Kompasses in Seemeilen an. Im Decenter-Modus wird das eigene Flugzeug weiter unten dargestellt; die Entfernungsreferenz dafür wird unten erläutert.

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8. Cursorkoordinaten relativ zum eigenen Flugzeug ​

Die cyanfarbene Anzeige gibt Peilung und Entfernung des Cursors vom eigenen Flugzeug an. 092-22 entspricht Peilung 092° in 22 Seemeilen Entfernung. Die Anzeige folgt dem Erfassungsfenster 11.

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9. SAM-Wirkungsbereich ​

Die roten Kreise zeigen die Wirkungsbereiche von Boden-Luft-Raketensystemen (SAM). Auch diese Bereiche sind Geofences. Sie tragen hier die Bezeichnung MEZ, die für Missile Engagement Zone (Raketenwirkungsbereich) steht.

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10. Flugplan-Wegpunkte ​

Die verbundenen gelben Wegpunktsymbole zeigen die Wegpunktfolge im Flugplan der eigenen Formation.

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11. Erfassungsfenster ​

Die beiden senkrechten cyanfarbenen Striche bilden den Cursor beziehungsweise das Erfassungsfenster. Gestrichelte Striche bedeuten, dass das SIT-Fenster dem VSD-Cursor folgt. Wird die Cursorsteuerung SIT zugewiesen, werden die Striche durchgezogen und der TDC bewegt direkt das SIT-Fenster. Siehe Cursorsteuerung und Anzeigemodi.

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12. Täuschkörpervorrat ​

Die grünen Angaben C 120 und F 60 zeigen einen Restvorrat von 120 Düppeln und 60 Fackeln.

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13. Cursorkoordinaten relativ zum Bullseye ​

Die gelbe Anzeige gibt Peilung und Entfernung des Cursors vom gemeinsamen Bezugspunkt Bullseye an. 121-30 entspricht Peilung 121° in 30 Seemeilen Entfernung vom Bullseye. Die cyanfarbene Anzeige oben rechts bezieht sich dagegen auf das eigene Flugzeug.

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Missionsinformationen und Anzeigeoptionen ​

Informationen aus dem Tac Editor ​

Ein Großteil der SIT-Informationen stammt aus den im Missionseditor konfigurierten Inhalten. Die Wegpunktfolge und Geofences des Beispiels lassen sich direkt mit der folgenden Missionskonfiguration vergleichen.

Passen Sie Missionen an die Leistungsfähigkeit Ihres Geräts an. Mehr Einheiten beanspruchen mehr Rechenleistung und Arbeitsspeicher.

Tac Editor mit Flugplan-Wegpunkten, Bullseye, Flugzeugen und Geofences
Die Missionskonfiguration liefert den Hintergrund für die SIT-Anzeige.

Zur Missionskonfiguration siehe Tac Editor.

SIT-Anzeigeinhalte auswählen ​

Öffnen Sie das Funktionspanel der Touch UI und wählen Sie MAIN. Die Zeile SIT steuert die Anzeigeinhalte und ob die Anzeigereichweite dem VSD folgt.

SIT-Bedienelemente WP, DLK, AUTO RANGE und GEO FENCE auf MAIN, markiert mit 1–4
Nr.BedienelementFunktion
1WPFlugplan-Wegpunkte ein- oder ausblenden.
2DLKDatenlink-Informationen ein- oder ausblenden.
3AUTO RANGEFestlegen, ob die SIT-Anzeigereichweite Änderungen der VSD-Anzeigereichweite folgt.
4GEO FENCEGeofences ein- oder ausblenden.

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Cursorsteuerung und Anzeigemodi ​

Cursorsteuerung an SIT übergeben ​

Wenn der TDC dem VSD zugewiesen ist, betätigen Sie den Castle-Schalter nach OBEN, um SIT zum aktiven Display (SOI) zu machen. TDC-Bewegungen steuern dann nur das SIT-Erfassungsfenster; dessen zwei Striche werden durchgezogen dargestellt.

Castle nach oben wechselt die Cursorsteuerung zwischen VSD und SIT. Folgt das Fenster wieder dem VSD, werden seine Striche gestrichelt dargestellt.

Daneben sind die Touch-UI-Bedienelemente Castle-Schalter und Cursor (TDC) abgebildet.

Castle-Schalter der Touch UI
Castle-Schalter
Cursor-/TDC-Bedienelement der Touch UI
Cursor / TDC

Die folgenden Aktionen nach rechts, links und unten gelten, wenn SIT die Cursorsteuerung hat.

Castle-RichtungSIT-ModusZweck
RechtsDecenterEigenes Flugzeug weiter unten darstellen, um davor mehr Platz zu schaffen.
LinksEXPLokalen Bereich bei 10 NM Anzeigereichweite vergrößern; den Ausschnitt mit dem Cursor verschieben.
UntenFormationDie eigene Formation bei festen 5 NM Anzeigereichweite betrachten.

Decenter-Modus ​

Betätigen Sie bei aktiver SIT-Steuerung Castle nach RECHTS, um Decenter aufzurufen. Das eigene Flugzeug wird nach unten versetzt, sodass im oberen SIT-Bereich mehr Platz für die vorausliegende Lage bleibt.

Dezentriertes SIT mit durchgezogenem Erfassungsfenster 1 und eigenem Flugzeug 2
1: durchgezogenes Erfassungsfenster unter SIT-Steuerung. 2: eigenes Flugzeug.

In dieser Ansicht bedeutet 120 oben rechts 120 Seemeilen vom eigenen Flugzeug bis zum oberen Rand des großen Kreises.

EXP-Modus ​

Betätigen Sie bei aktiver SIT-Steuerung Castle nach LINKS, um EXP aufzurufen. Der Modus vergrößert einen Bereich bei 10 Seemeilen Anzeigereichweite, oben rechts als E10 angegeben. Mit dem Cursor verschieben Sie den Ausschnitt auf den zu betrachtenden Bereich.

SIT im EXP-Modus mit E10 und getrennten Datenlink-Flugzeugsymbolen
EXP vergrößert einen kleinen Bereich, um einzelne Flugzeuge und nahe Geofences besser unterscheiden zu können.

Formationsmodus ​

Betätigen Sie bei aktiver SIT-Steuerung Castle nach UNTEN, um den Formationsmodus aufzurufen. Er verwendet feste 5 Seemeilen Anzeigereichweite, angezeigt als F5, zur Betrachtung der Positionen und Höhen der eigenen Formation.

SIT im Formationsmodus F5 mit Flügelmännern 2, 3 und 4 um das eigene Flugzeug
Der Formationsmodus zeigt die Lage der eigenen Formation im Nahbereich.

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Eigene Kräfte und Bullseye ​

SIT unterscheidet Flugzeuge der eigenen Formation von anderen Flugzeugen desselben Package (Missionsverbands). Das Beispiel zeigt außerdem, wie die Cursorposition relativ zum Bullseye abgelesen wird.

SIT mit Package-Flugzeug 1, Bullseye 2, Flügelmännern 3 und eigenem Flugzeug 4
Nr.SymbolBedeutung
1Grünes Flugzeug des PackageEin weiteres Flugzeug desselben Package, hier ein Frühwarnflugzeug. Der Punkt in der Mitte bedeutet, dass das eigene Flugzeug dessen Datenlink-Beitrag empfängt. Die 15 darunter steht für 15.000 Fuß Höhe.
2Gelber BullseyeGemeinsamer Bezugspunkt. Die gelbe Angabe 037-12 unten rechts bezeichnet den Cursor auf Peilung 037° in 12 Seemeilen Entfernung vom Bullseye.
3Cyanfarbene FlügelmännerDie drei anderen Flugzeuge der eigenen Formation. Die Zahlen in den Symbolen sind ihre Positionsnummern 2, 3 und 4; der Formationsführer trägt die 1. Die Zahlen darunter geben die Höhe in Tausend Fuß an.
4Cyanfarbenes EigenflugzeugsymbolPosition des eigenen Flugzeugs auf SIT.

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SIT zusammen mit dem VSD verwenden ​

Ein zweckmäßiger Ablauf ist, mit den Datenlink-Informationen auf SIT den interessierenden Bereich zu finden und die Radarsuche auf VSD dorthin zu richten, um Ziele zu erfassen. Die Abbildungen zeigen den Übergang von Datenlink-Meldungen zu lokalen Radartracks und korrelierten Tracks.

Richten Sie die Radarsuche auf VSD anhand der auf SIT gemeldeten Zielpositionen aus. Der cyanfarbene Sektor auf dem linken SIT zeigt Suchazimut und Suchentfernung des Radars. Vergleichen Sie ihn mit den gemeldeten Positionen und prüfen Sie auf VSD, ob die Höhenabdeckung die Zielhöhe einschließt.

SIT-Datenlink-Kontakte und cyanfarbener Radarsuchsektor neben VSD-Suchechos
SIT links liefert die taktische Übersicht; VSD rechts zeigt Informationen zur Radarsuche.

Zu Antennenelevation, Suchabdeckung und Erfassungsfenster siehe Radar und VSD: LRS.

2. Lokal erfasste Tracks ablesen ​

Sobald das Radar Tracks erstellt, zeigt SIT sie hier als weiße Quadrate mit durchgezogenem Umriss. Der durchgezogene Umriss kennzeichnet einen vom eigenen Radar erfassten Track; Weiß bedeutet unbekannte Identität. Die roten gestrichelten Datenlink-Symbole bleiben in dieser Phase hinter den lokalen Tracks sichtbar.

Weiße lokale SIT-Tracks über roten gestrichelten Datenlink-Meldungen neben den zugehörigen VSD-Tracks
1: hervorgehobene Waffenanzeige. 2: lokale Tracks auf SIT. 3: zugehörige Radartracks auf VSD.

3. Korrelierte Tracks und PDT erkennen ​

Nach einiger Zeit werden die Trackdateien des eigenen Radars und die über Datenlink empfangenen Trackdateien zugeordnet und zu einem Track zusammengeführt. SIT zeigt dann ein ausgefülltes Zielsymbol. Im Beispiel sind die korrelierten feindlichen Flugzeuge rot.

Die mit 1 markierte blaue gestrichelte Linie zeigt zum PDT (Primary Designated Target, primär zugewiesenes Ziel).

Ausgefüllte korrelierte feindliche SIT-Tracks und blaue gestrichelte Linie zum PDT neben VSD in TWS
Die blaue gestrichelte Linie zeigt die Richtung zum primär zugewiesenen Ziel.

4. Die Zielformation mit EXP genauer betrachten ​

Schalten Sie SIT in den EXP-Modus, um die einzelnen Flugzeuge der Zielformation zu betrachten. Die Vergrößerung trennt ihre Symbole und erleichtert den Vergleich ihrer Verteilung und Höhenangaben mit VSD.

EXP-Ansicht von vier ausgefüllten feindlichen Symbolen bei 1 und deren VSD-Tracks bei 2
1: Details der Zielformation auf SIT im EXP-Modus. 2: zugehörige Tracks auf VSD.
Darstellung in diesen BeispielenBedeutung
Gestrichelter ZielumrissDatenlink-Meldung.
Durchgezogener ZielumrissVom eigenen Radar erfasster Track.
Weißes ZielUnbekannte Identität.
Ausgefülltes ZielsymbolLokale und Datenlink-Tracks wurden korreliert.
Blaue gestrichelte LinieRichtung zum PDT.

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AA-Waffenseite ​

AA öffnen ​

Wenn der TDC dem VSD zugewiesen ist, betätigen Sie Castle nach RECHTS, um MPCD von SIT auf die AA-Seite für Luft-Luft-Bewaffnung umzuschalten. Castle nach links führt in diesem Steuerungskontext zu SIT zurück.

Die Castle-Funktion hängt davon ab, welches Display den Cursor steuert: Rechts öffnet AA bei VSD-Steuerung und wählt Decenter bei SIT-Steuerung.

Beladung ablesen ​

AA stellt die Außenlasten um einen Flugzeugumriss dar und zeigt Kanonenmunition sowie Täuschkörpervorrat.

Zwei AA-Beispiele mit leerem Pylon, Außentank, Munition, Täuschkörpern und ausgewählter Station
Die Markierung 3 erscheint zweimal: links bezeichnet sie die Kanonenmunition, rechts den Täuschkörpervorrat.
MarkierungAnzeigeBedeutung
1, linkes BildPYLONLeerer Pylon ohne Außenlast.
2, linkes BildFUELStation mit einem externen Kraftstofftank.
3, linkes Bild950Verbleibende Kanonenmunition: hier 950 Schuss.
3, rechtes BildCHF 120, FLR 60Verbleibende Täuschkörper: 120 Düppel und 60 Fackeln.
4, rechtes BildHervorgehobenes AMRM / 120BGewählte Station, mit grüner Hervorhebung und weißem Rahmen um die Waffenbezeichnung.

Mit der Flugzeugkonfiguration vergleichen ​

Die folgende LOADOUT-Konfiguration entspricht den AA-Beispielen oben. Vergleichen Sie Außenlasttypen und Munitionsmengen, um die Darstellung der Konfiguration auf MPCD nachzuvollziehen.

Passende LOADOUT-Konfiguration: 9M, 120B, 7M, Außentank, 950 Schuss, 120 Düppel und 60 Fackeln
LOADOUT-KonfigurationEntsprechende AA-Anzeige
9M an Stationen 8A und 2AZwei Einträge SRM / 9M.
120B an Stationen 7 und 3Zwei Einträge AMRM / 120B.
7M an Stationen 6 und 4Zwei Einträge MRM / 7M.
Tank an Station 5Mittlerer Eintrag FUEL.
Gun 950, Chaff 120, Flare 60Kanonenmunition und Täuschkörpervorrat auf AA.

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